Die kleine Raucherfibel

– Der Weg zu einem frischen Leben –

Sie möchten mit dem Rauchen aufhören und doch sind Sie sich nicht so ganz sicher, ob Sie das wirklich wollen?

Sie haben schon oft versucht mit dem Rauchen aufzuhören und haben doch immer wieder damit angefangen?

Sie haben sich mit dem Rauchen arrangiert und doch sind da immer wieder die gesundheitlichen Sorgen, die Sie quälen?

Wenn Sie derart zwiespältig in Bezug auf das Rauchen unterwegs sind, dann ist dies das richtige Buch für Sie.

Die Autorin Gertrud Jonas, selbst einst eine langjährige Raucherin, berichtet davon, wie sie sich aufgrund einer bewussten Auseinandersetzung mit dem Thema Rauchen von einer Raucherin in eine Nichtraucherin verwandeln konnte. Ihre Geschichte inspiriert, motiviert und macht Mut.

Auch Sie können durch eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema Rauchen zur Nichtraucherin / zum Nichtraucher werden. Und das mit einer Leichtigkeit, die Sie überraschen wird.

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(veröffentlicht und zu beziehen bei  www.Amazon.de)

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Hier ein kleiner Auszug:

Es ist, wie es ist

Können Sie sich vorstellen, das Rauchen aufzugeben und nie mehr das Bedürfnis zu verspüren, jemals wieder eine Zigarette rauchen zu wollen?

Was? Sie sind der Meinung, das kann nicht sein? Sie selbst haben es schon ein paar mal ausprobiert, jedoch nur ein paar Tage, Wochen oder sogar einige Monate lang ausgehalten, bis er dann wieder da war, der lang ersehnte Glimmstängel. Und dann kam dazu auch noch das schlechte Gewissen. Auch das Gefühl es niemals zu schaffen, zu schwach zu sein und außerdem, wer sagt, dass Zigaretten nicht schmecken? An und für sich ist das Rauchen doch eine schöne Sache.

Wenn Sie sich schon oft in einer solchen Situation befunden haben, dann lassen Sie sich von mir meine Geschichte erzählen.

Sechsundzwanzig Jahre lang habe ich geraucht. Mit zwölf Jahren rauchte ich meine erste Zigarette und mit vierzehn habe ich so richtig angefangen zu qualmen. In den ersten Jahren rauchte ich eine halbe Packung Zigaretten am Tag, dann steigerte ich mich auf eine ganze Packung und zwischendurch, in großen Zeitperioden, schaffte ich sogar zwei Packungen Zigaretten am Tag. Bevor ich den richtigen Hebel gefunden hatte, der mir dazu verhalf endgültig und dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören, gelang mir dieses Unterfangen nur mit größter Willensanstrengung. Das erste Mal schaffte ich es jedoch nur für die Dauer von einem Jahr, bis ich wieder anfing zu rauchen. Danach geschah ein kleines Wunder und ich schaffte es tatsächlich abermals mit dem Rauchen aufzuhören. Dieses Mal für die Dauer von eineinhalb Jahren. Die kleine Zwischenstationen innerhalb der sechsundzwanzig Jahren, in denen ich es geschafft hatte ein paar Tage mit dem Rauchen aufzuhören, oder ein paar Wochen, möchte ich hier gar nicht erwähnen. Der Auslöser dafür, dass ich immer wieder rückfällig wurde, war, dass da noch die Gedanken, beziehungsweise Gefühle, wie schön es doch wäre in Momenten wie ’nach dem Essen‘, um das Völlegefühl zu beseitigen oder ‚in Gesellschaft‘, um mit den netten Mitmenschen um mich herum eine Zigarette zu rauchen, vorhanden waren. Oder auch in Zeiten, in denen ich zu viel gegessen hatte, weil ich Probleme hatte, wollte ich das doch sehr unangenehme Völlegefühl schnellsten beseitigen und griff unbewusst schneller zur Zigarette als mir bewusst wurde, was ich da gerade tat. Und schon war ich wieder abhängig.

Abhängig von kleinen Glimmstängeln zu sein, was sagt das eigentlich über uns selber aus? Was für eine Macht doch so ein kleiner Glimmstängel hat. Haben Sie sich das schon mal überlegt? Sie lassen sich von solch einem kleinen Glimmstängel die Stunden, die Tage, die Wochen, sogar Ihr ganzes Leben diktieren. Wäre es nicht schön, selbst diese Macht zu besitzen? Sie selber hätten alle Ihre Entscheidungen in der Hand und nicht dieser kleine Glimmstängel. Als Jugendliche oder Jugendlicher hatten Sie doch die Macht, die erst Zigarette zu rauchen, die Macht, noch eine Zigarette zu rauchen und noch eine, bis zu dem Moment, wo Sie nicht mehr darüber nachdachten, ob Sie nun eine Zigarette rauchen sollten oder nicht. Ab diesem Moment hatten Sie keine Macht mehr über diesen kleinen Glimmstängel, denn ab da gehörten Sie IHM, ab da begaben Sie sich in seine Hand. Hut ab vor diesem kleinen Glimmstängel.

Doch fairerweise muss dazu gesagt werden, dass dieser Glimmstängel schon Verbündete hatte. Verbündete mit sehr viel Macht. Macht und Geld. Mit diesen beiden Faktoren schafften es der Glimmstängel und seine Verbündete, Imperien zu erschaffen und die Wirtschaft so zu lenken, dass wir alle das Gefühl hatten, nur mit diesem kleinen Glimmstängel eine selbstbewusste, von den Anderen akzeptierte Person zu sein. Aber auch das Gefühl, die Freiheit zu erlangen, nach der wir Menschen uns alle sehnen, wollte insgeheim in uns gestillt werden. Doch zu dieser Freiheit zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Im Grunde wissen Raucher doch ganz genau, dass Rauchen ekelerregend ist. Nein, nicht in den Momenten, in denen sie die Rolle eines Rauchers einnehmen (Ich werde mich auf die Bezeichnung Raucher in diesem Buch festlegen, ohne eine geschlechtsspezifische Diskriminierung vornehmen zu wollen.), sondern es ist die gegensätzliche Rolle. Die Rolle, in denen Raucher als Nichtraucher existieren. Wenn Raucher rauchen haben sie das Gefühl, selbstbewusst zu sein, cool auszusehen und ihre Zeit mit etwas Beständigem auszufüllen. Denn der Glimmstängel stellt sich als etwas Verlässliches dar, etwas nach Bedarf Greifbares. Für eine Packung Zigaretten reicht das Geld irgendwie immer und wenn nicht, gibt es immer jemanden, der für das Verlangen eines Rauchers Verständnis aufbringt.

In Zeiten, in denen ganz besonders große Probleme in unserem Leben auftauchen, haben Raucher das große Verlangen, mehr Zigaretten als üblich zu rauchen. Sie glauben, dass das Rauchen bei der Problembewältigung hilft. Doch ist das wirklich so? Sagt eine Zigarette: „Hey, entscheide Dich so, wenn Du es nicht tust, dann wird es so und so kommen.“? Nein, so redet eine Zigarette nicht mit uns, nicht wahr? Niemand nimmt uns eine Entscheidung ab. Alles liegt in unserer Hand. Ob wir nun Zigaretten dabei rauchen oder nicht. Das Rauchen verhilft uns in keiner Situation zu einer Lösung zu kommen. Im Gegenteil! Rauch kann unser Gehirn vernebeln, sodass wir Probleme gar nicht klar erkennen können. Und wir können durch das Rauchen Probleme wunderbar zur Seite schieben. Wie oft habe ich selber zu mir gesagt „Jetzt rauche ich erst mal eine, dann wird es schon wieder werden.“. Doch es wurde nicht. Es wurde nicht Licht und es entschied sich auch keiner für mich Entscheidungen für mich zu treffen oder meine Probleme zu lösen. Das Licht anzuknipsen lag an mir selbst und auch Entscheidungen zu treffen oder meine Probleme zu lösen. So weh sie auch taten und so schwer diese auch manchmal waren. Doch um das tun zu können, musste ich mir erst einmal in meinem Leben Luft verschaffen und dies konnte mir nur gelingen, indem ich mit dem Rauchen aufhörte.

Ich rauche nun seit vier Jahren keine Zigaretten mehr und ich habe auch nie mehr das Verlagen danach verspürt. Am meisten überrascht darüber bin ich selber. In manchen Situationen, wenn zum Beispiel eine Kollegin unbedingt in meinem Beisein eine Zigarette rauchen muss, schaue ich immer wieder einmal in mich, ob nicht doch noch ein kleines Flämmchen des Verlangens nach einer Zigarette wahrnehmbar ist. Oder in Geselligkeit nach einem wunderbaren Essen. Aber nichts. Alles dunkel. Was mich dann doch sehr erfreut. Ich sehe dann dankbar gen Himmel, denke an mein Portemonnaie und an meinen Kleiderschrank, meine Wohnung, meinen Atem, an die Wirtschaftsindustrie, an die Steuerinstitutionen, an die Aschenbecherindustrie, an die Feuerwehr und was sonst noch so alles mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden kann. Na ja, das ein oder andere Mal vergesse ich schon mal einen auf meiner Liste….

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(© by Gertrud Jonas, 2019, s. Impressum)